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Tablet-Computer

(iPad, Nexus tablets, Galaxy Tab, Kindle Fire etc)

Tablets

Tablet-Computer sind mobile Computer und Bildschirm in einem, oftmals mit wenigen Anschlüssen und betrieben wie Smartphones durch Apps. Gesteuert werden die berührungsempfindlichen Geräte mit dem Finger oder Stift. Auf dem Display erscheint so bei Bedarf eine Tastatur zur Texteingabe. Verschiedene Hersteller bieten auch Docking- oder Bluetooth-Tastaturen zur klassischen Eingabe per Keyboard an.


Ein Tablet erfordert bei den meisten Apps eine Internetverbindung, zum Beispiel mit kabelloser Verbindung (WLAN oder in Englisch Wifi). Verschiedene Hersteller bauen inzwischen Tablets. Neu sind Mini-Tablets in kleinerem Format, die deutlich preiswerter sind. Es gibt auch 3G Tablets, welche als Handy-Ersatz fungieren können. Damit kann man auch überall ins Internet, wo es ein Handy Netz gibt. Prinzipiell gibt es Tablets in zwei Versionen: WLAN oder 3G (inklusive WLAN) welches dann einen Datentarif auf SIM-Karte erfordert.

Ein Tablet ist sehr vielseitig, ähnlich wie ein Smartphone. Die meisten Programme (Apps) gibt es für beide Geräteklassen. Sie sind wie bei Smartphones herunterladbar über den jeweiligen App-Store des Geräts.

Ein paar Bespiele für Anwendungsmöglichkeiten:

  • Zum mobilen Surfen im Internet
  • Zum mobilen Abruf und Senden von Mails
  • über eBook Apps auch als eBook Reader nutzbar
  • mobile Spracherkennung, oder für Dienste wie VerbaVoice (Link zum Artikel)
  • Skype (sogar mit Frontkamera bei manchen Geräten), Facebook und andere Messenger-Dienste
  • Als „Zeitung“ mit Abonnements von Zeitungen und Magazinen
  • Invertierte Darstellung von Text und Apps (Buchstaben erscheinen dann weiß auf schwarz)


Die Möglichkeiten eines Tablets sind schier unendlich, wie bei den Smartphones gilt es, das Gerät den persönlichen Bedürfnissen anzupassen.

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht dazu:

Ich besitze ein iPad und bin geradezu süchtig danach. Ich habe NF2 und bin ertaubt, dazu auch noch stark sehbehindert. Was mache ich damit?

Jeden Morgen erwartet mich die neueste Ausgabe meiner Zeitung, die ich für das iPad abonniert habe. Sie ist dann schon automatisch geladen, für gut Sehende im Querformat mit Grafiken, für Sehbehinderte im Hochformat mit nur Textdarstellung, die man stark vergrößern kann, weiß auf Schwarz. Für mich die einzige Möglichkeit, Zeitung zu lesen.

Das Tablet ist leicht in der Tasche zu transportieren, es hat eine Tastatur (sie ist auf dem Bildschirm einzublenden, das geschieht automatisch, wenn Eingabe erwartet wird). Wenn man es beim Arzt dabei hat, kann man dem das Tablet geben und er schreibt gerne (kein Vergleich zu Stift und Papier). Zusätzlich kann man eine Funktastatur kaufen. Gespräche werden einfach, auch wenn man kein Genie im Absehen oder im Gebärden ist: Der Hörgeschädigte hat das Tablet vor sich liegen, der andere die Tastatur. Ständiges Rumdrehen ist nicht mehr nötig. Genial.

Das Tablet ist auch ein eBook-Reader, die Bücher kann man im Internet kaufen und laden. Inzwischen erscheinen die meisten Bücher auch als digitale eBooks. Als Reader ist es ideal für Sehbehinderte. Die Buchstaben lassen sich so stark vergrößern, dass auf einer Seite nur ein Satz steht, dazu weiß auf schwarz. Man kann natürlich ins Internet (überall da, wo WLAN ist (es gibt auch Tablets, bei denen man über ein Handynetz überall ins Internet kann). Man kann also auch Emails empfangen und versenden. Oder im Internet surfen. Mit zwei Fingern kann man Inhalte vergrößern oder verkleinern. Man kann Musik hören (und speichern) und Filme sehen.

Viele Tablets haben (wie Smartphones auch) eine recht gute Kamera, die nach vorne und nach hinten fotografiert oder auch Filmaufnahmen macht. Mit der App Team Viewer kann das Tablet bei Konferenzen zugeschaltet werden, etc. die Möglichkeiten der Apps sind nahezu unbegrenzt.

Fazit:

Smartphones und Tablets nähern sich an, die Smartphones werden größer und die Tablets kleiner. Das Tablet ist größer, komfortabler zum Lesen und Tippen. Ich kann allen die Anschaffung eines der Geräte nur empfehlen. Besonders Hörgeschädigten, die nicht sehr gut kommunizieren können, aus welchem Grund auch immer.

Für Sehbehinderte sind die Möglichkeiten, die ein Tablet bietet, genial. Wieder Zeitung und Bücher lesen! Und entspannt Gespräche führen!

Musik erleben mit Hörschädigung? - So geht's 

Apps zur Erkennung des aktuellen Liedes

 

Was ist denn das? Genau, dein Handy hört für dich. Nämlich das Lied was gerade läuft. Nach Betätigen eines Aufnahmebuttons hört es einen kurzen Ausschnitt und sagt dir dann inklusive aller möglicher Informationen (z.B. Interpret, Titel, Album usw.), um was es sich gerade handelt. Manchmal sogar mit dem Liedtext, also quasi wie Karaoke. Beispiele für Apps sind Soundhound (iOS oder Shazam.

 

App: Musixmatch zum automatischen Lyrics anzeigen

 

Mit der Musixmatch App werden zum Beispiel beim Abspielen eines Youtube Musikvideos auf dem Smartphone automatisch und live der Songtext angezeigt. Es funktioniert auch mit anderen musik-abspielenden Apps.

 

Erhältlich für Android und iphone in den jeweiligen Stores oder unter https://www.musixmatch.com/de

Vibrierender Subwoofer am Handgelenk: das Basslet

Vibrierender Subwoofer am Handgelenk: Das Basslet
Das Basslet, entwickelt vom Berliner Unternehmen LoFelt, ist eine Kombination aus Subwoofer und Armband. Es überträgt hochintensive Vibrationen aufs Handgelenk und macht die Musik so spürbar.
Besonders Menschen mit Resthörvermögen können dadurch, dass sie den Bass spüren können womöglich noch mehr aus dem Musikerlebnis herausholen. Verbindung über Kopfhörerbuchse von Smartphone, Laptop, mp3 player etc. Kosten: Ca. 130 €, 14 Tage Probe möglich.
www.lofelt.com

Das Basslet

Kino erleben - so gehts!

Mal wieder ins Kino?

Zu empfehlen ist zunächst die App AbinsKino. Hier kann man über die Einstellungen gezielt nach OmU (Original mit Untertiteln) Versionen in Kinos im Umkreis suchen. Aber auch wenn es keine OmU Versionen in den Kinos gibt, es gibt noch eine Möglichkeit, Untertitel zu haben:

Immer mehr Kinos bieten die Möglichkeit von Greta&Starks an. Greta ist eine App, mit der sich Untertitel synchron zum Film (der keine eingebetteten Untertitel hat) auf dem Handydisplay anzeigen lassen. Das Handy also die ganze Zeit in der Hand halten? Mitnichten. Mit einer simplen Schwanenhalshalterung für das Handy und das Fesatmachen am Getränkehalter lässt es sich ganz entspannt direkt im Sichtfeld zum Film platzieren und das Kinoerlebnis kann beginnen!

 

Eine Datenbrille zum Anzeigen von Untertiteln ist auch auf dem Weg!

Gespannt warten wir noch auf die Veröffentlichung der Datenbrille von Greta&Starks um Untertitel von Kinofilmen direkt in die Brille einzublenden.

Mehr dazu: http://www.gretaundstarks.de/starks/datenbrille

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